Mittwoch, 18. Februar 2026

„Weg des Lichts“

Für die Pfarrei Heiliger Franz von Assisi hat Ursula Ueberschaer eine Weihnachtsikone gemalt. In dem Ikonen-Malkurs wird ein Bild vom Antlitz Jesu Christi gemalt, auch „Mandylion“ genannt.

Die Ikonenmalerei ist mehr als das Erstellen eines Heiligenbildes. Es ist ein spiritueller Prozess, den Interessierten bei einem Ikonen-Malkurs für sich entdecken können.

Die eindrucksvolle Welt der Ikonenmalerei kennenlernen und selbst ausprobieren – das können Interessierte beim Ikonen-Malkurs der Pfarrei Heiliger Franz von Assisi in Ludwigshafen-Oggersheim, der zwischen Ostern und Pfingsten stattfindet. Unter dem Titel „Weg des Lichtes“ wird unter der Leitung von Pater Mateusz Klosowski und Ursula Ueberschaer ein Bild vom Antlitz Jesu Christi gemalt, auch „Mandylion“ genannt – und zwar nach den traditionellen Vorgaben der Ikonenmalerei, von der Grundierung bis hin zu verschiedenen Schichten mit Pigmentfarben. Mit der Ikonenmalerei ist Ursula Ueberschaer schon seit rund zehn Jahren verbunden. Damals hatte sie in einem österreichischen Franziskaner-Kloster an einem Ikonen-Malkurs teilgenommen – ein Erlebnis, das bei ihr einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen hat. „Während des Arbeitens findet ein spiritueller Prozess statt, der den Künstler auf einen intensiven, religiösen Weg mitnimmt. Das Bild nimmt nach und nach Gestalt
an und entwickelt eine Strahlkraft“, beschreibt sie ihre Erfahrungen.

Von ihr stammt auch die Weihnachtsikone, die während der Adventszeit im vergangenen Jahr in der Kirche Christ König in Ludwigshafen-Oggersheim ausgestellt wurde. Zuvor hatte sie nach Rücksprache mit Pater Mateusz Ikonen in den Bibelkreis der Pfarrei mitgebracht, was bei den Teilnehmern auf eine gute Resonanz gestoßen war. Anders als bei der traditionellen Ikonenmalerei entstand die Weihnachtsikone nach den Vorstellungen der Pfarrei und zeigt, wie sich die Drei Könige auf den Weg zur Krippe machen. Sie wurde als Kunstprojekt von Ursula Ueberschaer in Zusammenarbeit mit Pater Mateusz in vier Schritten gestaltet, die den Gottesdienstbesuchern die geistlichen Inhalte des Advents auf eindrucksvolle Weise veranschaulichten, wie Pater Mateusz und Ursula Ueberschaer berichten. Der Titel „Mit den Drei Königen zu Pilgern der Hoffnung werden“ drückte die Botschaft der Ikone – den spirituellen und gemeinsamen Weg der Pfarrei zur Krippe – aus. So gestaltete Ursula Ueberschaer, die Weihnachtsikone in vier Schritten: Zunächst war der erste König, dann der zweite und schließlich der dritte König zu sehen, wie sie mit ihren Geschenken zur Krippe kamen. Die Vergoldung erzeugt einen besonderen Effekt.

Der Ikonen-Malkurs startet im April

Die Weihnachtsikone, die inzwischen ihren Platz in der Christ-König-Kirche gefunden hat, inspirierte Pater Mateusz und Ursula Ueberschaer dazu, den Ikonen-Malkurs, der Mitte April startet, zu eranstalten. Die Kursteilnehmer haben dabei die Aufgabe, das Motiv von der Vorlage der Ikone so exakt wie möglich „nachzuschreiben“, wie die Leiterin des Angebots erklärt. Das Besondere beim Ikonenmalen sind zum einen die Farbpigmente, die aus natürlich vorkommenden Rohstoffen wie Erden, Mineralien oder Pflanzen nach traditionellen Rezepten hergestellt werden. Der Untergrund besteht aus Holz, auf den eine Lage Kreidegrundierung gelegt wird, bevor man zu „schreiben“ beziehungsweise zu malen anfängt. Die kompletten Materialien, einschließlich Farben und Pinsel, werden den Teilnehmern für den Kurs zur Verfügung gestellt. Die geistliche Begleitung übernimmt Pater Mateusz, während Ursula Ueberschaer die Teilnehmer künstlerisch bei der Gestaltung der Ikonen anleitet.

ZUR SACHE

Der Ikonen-Malkurs findet jeweils samstags von 14 bis 17 Uhr statt, und zwar am 18. und 25. April sowie 2., 9., 16. und 23. Mai.
Die Teilnahme kostet 180 Euro. Anmeldungen bis zum 1. März unter Telefon 01511 4879800 oder
per E-Mail an mateusz.klosowski@bistum-speyer.de