Montag, 05. Oktober 2020

"Gott segne diese Tiere"

Es war eine Premiere:
Erstmals haben die Oggersheimer Franziskaner-Minoriten zur Tiersegnung eingeladen. Der Andrang war groß: Über 30 Hunde, mehrere Katzen, zwei Hamster und sogar ein Gockel empfingen am 3. Oktober den Segen.

Es war ein ungewohntes Bild auf dem großen Platz vor der Oggersheimer Wallfahrtskirche Maria Himmelfahrt: Große und kleine Hunde warteten mit ihren Herrchen und Frauchen auf den Beginn der Andacht. Es war ein Gewusel und Gekläffe. Während einige wenige Vierbeiner mit stoischer Gelassenheit auf den Trubel blickten, zogen andere aufgeregt an ihren Leinen und wollten ihre Artgenossen beschnuppern. Kommandos wie „Bleib“, „nein“, „sitz“ zeigten wenig Wirkung. „Mädchen oder Junge?“ – Diese Frage war oft zu hören, wenn sich Benny und Oskar, Peggy und Max trafen. Die Katzen dagegen blickten ungerührt aus ihren Transportkörben, und auch der farbenprächtige Gockel ließ sich nicht aus der Ruhe bringen.

„Der Heilige Franz ist der Patron der Tiere“, eröffnete Pater Kamil Czupski die Andacht. „Mit der Tiersegnung wollen wir Gott danken für seine Schöpfung und dafür, dass wir nicht allein sind.“ Tiere seien wichtige Wegbegleiter für die Menschen. Als Evangelium hatte er den fünften und sechsten Tag der Schöpfungsgeschichte ausgewählt, an denen Gott die Tiere schuf.

„Gott segne diese Tiere“, hieß es dann im Anschluss an die Fürbitten. Nach dem Segen besprengte Pater Kamil Czupski alle Tiere mit Weihwasser und hatte sogar noch für jedes ein Leckerli dabei.

Er freute sich sehr über die vielen Teilnehmer und lud alle zur Tiersegnung im nächsten Jahr ein – wieder am 3. Oktober um 17 Uhr, am Vorabend des Namenstages des Heiligen Franz von Assisi.
(Bild und Text: Dekanat Ludwigshafen, Konrad)