Montag, 05. Oktober 2020

Weltmissionssonntag 2020: "Selig, die Frieden stiften"

Bild: missio

Solidaritätskollekte am 25. Oktober 2020

Der Oktober ist traditionell der „Weltmissionsmonat“ in der katholischen Kirche, bei dem ein Land im Mittelpunkt steht. In diesem Jahr ist es gleich eine ganze Region: Westafrika steht im Fokus der Aktionen. Das Leitwort lautet „Selig, die Frieden stiften – Solidarisch für Frieden und Zusammenhalt“.

Da es in diesem Jahr aufgrund der Corona Pandemie nicht möglich ist, dass Gäste aus den Westafrikanischen Staaten Pfarreien, Schulen oder andere Einrichtungen besuchen, um im Bistum Speyer über die Situation in ihrer Heimat zu berichten, setzt das katholische Hilfswerk auf digitale Formate. Zum Abschluss der Kampagne findet am Weltmissionssonntag, am Sonntag, 25. Oktober, die bundesweite Kollekte für die Projekte des Hilfswerkes statt.

„Auch wenn persönliche Begegnungen mit Vertreterinnen und Vertretern aus Westafrika nicht möglich sind, ist es gerade in diesen Zeiten der weltweiten Corona-Pandemie wichtig, die Menschen in diesen Ländern nicht zu vergessen und sich mit ihnen solidarisch zu zeigen“, betont Weihbischof Otto Georgens. Er ist im Bistum Speyer als Bischofsvikar für weltkirchliche Aufgaben zuständig. „Wir bitten deshalb auch in diesem Jahr um Kollekten und vor allem um digitale Spenden, denn Unterstützung für die Kirchen in Afrika, Asien und Ozeanien, die pastorale und soziale Arbeit leisten, ist mehr denn je dringend notwendig.“

Nach Angaben von missio ist Westafrika mit Ländern wie Nigeria, Niger, Mali, Senegal oder Burkina Faso eine der ärmsten Regionen dieser Welt, die zudem noch immer mehr zum Schauplatz von Anschlägen und islamistischer Gewalt werden. In einem umfangreichen Webdossier hat missio Informationen zu den Ländern zusammengestellt: www.missio-multimedia.de/westafrika

„Der harte Lockdown im Zusammenhang mit der Pandemie hat die Länder mit voller Wucht getroffen, obwohl viele Staaten in Afrika entgegen den Prognosen, nicht so viele Corona-Infizierte verzeichnen wie befürchtet. Aber Menschen, die als Tagelöhner mühsam ihr Überleben bestritten, leiden jetzt Hunger, weil sie keine Möglichkeit haben, etwas zu verdienen. Die Armut ist massiv“, berichtet Christoph Fuhrbach, Referent für weltkirchliche Aufgaben im Bistum Speyer.

„Schade, dass wir nicht wie geplant Bischof Ambroise Ouédraogo von Maradi in Niger im Bistum Speyer begrüßen können. Er hat unter anderem ein Programm für interreligiösen Dialog zwischen Muslimen und Christen ins Leben gerufen. Ich finde es beeindruckend, dass in Niger die Katholische Kirche als kleine Minderheit mit einem Anteil von nur gut einem Prozent der Gesamtbevölkerung in verschiedenen Lebensbereichen doch wesentliche Impulse setzt: nicht nur im interreligiösen Dialog, der für den Frieden in der Gesellschaft mit entscheidend ist, sondern auch bei der Bildung der Kinder. Das ist bei einem Anteil von 66% Analphabeten und Analphabetinnen (bei Mädchen 80%) zur Entwicklung des Landes ebenso wichtig, wie die Förderung von Frauen.“

Digitale Angebote
missio München lädt zu vier Online-Live-Talks mit Gästen aus Westafrika ein.
Informationen und Anmeldung dazu unter www.missio.com/anmeldung
Missio Aachen hat einen Kurzfilm mit internationalen Partnern produziert, mit der Botschaft „#Zusammenhalten“: www.missio-hilft.de/mitmachen/weltmissionssonntag-2020/
Am 25. Oktober lädt das Hilfswerk zu einem Livestream „missio@home“ ein.

Weltmissionssonntag
Der Weltmissionssonntag ist nach Angaben des Hilfswerkes missio die größte Solidaritätsaktion der Katholiken weltweit. Er wurde von Papst Pius XI. 1926 ins Leben gerufen. Jedes Jahr wird seither in rund 100 Ländern für die soziale und pastorale Arbeit der katholischen Kirche in den 1.100 ärmsten Diözesen der Welt gesammelt.

Text: Bistum Speyer